Sonntag, 18. November 2007

Birthday Boy


Da sagt doch mal einer älter werden mache keinen Spaß! Jetzt ist er rum, mein 24. Geburtstag, zudem noch mein erster fern der Heimat. Wenn man das so betrachtet sind das ja keine besonders guten Voraussetzungen: Keine Familie da, die persönlich mit einem feiern kann und die doch bis jetzt immer da war! Und dann noch...ach ja der Fakt, dass man jetzt schon fast ein Viertel Jahrhundert halt ist...oje oje...! :-) Na ja wobei wahrscheinlich die überwiegende Mehrheit, die dies hier grad liest, (wenn überhaupt!) nur ein müdes Lächeln aufbringen kann, anbetracht der Tatsache, dass ich mich mit zarten 24 schon als alt betrachte! ;-) ABER: Ich kann einfach nur sagen, dass ich einen sehr schönen Geburtstag hatte! Nicht nur, dass ihr alle an meinem Freudentag auf sämtlichen Wegen der Kommunikation mich habt wissen lassen, dass ihr an mich gedacht habt, wofür ich mich auf diesem Wege ganz herzlich bedanken möchte!!! Hinzu kommt noch, dass meine Freunde hier mir den Tag in jeder Hinsicht versüßt haben, wofür ich hier offiziell auch nochmal Tausend Dank sagen möchte! Wer auch immer sich von euch hierher gerade verirrt hat: Thank you guys! You made my day! Aber jetzt mal ein kurzer chronologischer Abriss meines Geburtstages. Am 14. trafen wir uns bei Laura, um uns auf den Abend ein zu stimmen und uns als Gruppe zu sammeln. Gegen 9 gings mit Mann und (Spider)Maus in Richtung Irish Pub, auch wenn am Anfang noch der Besuch in einer Lounge geplant war. Aber angesichts Eine-Mann-Live-Band und damit guter Stimmung war diese Planänderung ein richtiger Schachzug. Punkt 0 Uhr gabs SEHR viele Geburtstagsgrüße und -umarmungen für mich, plus Cookie, Baseball-Kappe und einer Birthday Boy-Schärpe. Danach kam unser allabendliches Ritual zutrage - wir marschierten kurz nach 12 in zügigen Schritten zur U-Bahn, da die letzte recht früh fährt und Taxis doch recht teuer sind. Tagsüber konnte ich mich über Glückwünsche aus Deutschland erfreuen. Am Abend meines Geburtstags kaufte ich dann mit Andrea für ein Chili-Abendessen ein, was dann Not gedrungen aufgrund des vergessenen Chili-Rezepts in Spaghetti Bolognese und Salat umgewandelt wurde. Das Dinner wurde dann bei Tara und Emily im Arlington-Haus abgehalten, da dort eindeutig mehr Platz ist als in meinem Apartment. Und dann haha! gabs Geschenke: Eine Gitarre mit Lehrbuch, ein bemaltes Kissen mit Unterschriften der ganzen Gruppe, ein Geburtstagskuchen mit meinem Bild drauf, eine Flasche Jägermeister, ein pupender Elch-Anhänger, sowie cool kiss lipgloss. Danach mussten wir schnell los, weswegen ich meine Geschenke nicht testen konnte, was eigentlich ganz gut war für alle, da uns allen somit eine musikalische Tragödie erspart blieb. *g* Unser letzter Stopp an diesem Abend war dann eine Lounge/Club, in der ich mein letztes Geschenk bekam, nämlich einen Gutschein für eine Ringgravur. Es war ein wundervoller Ausklang eines wundervollen Tages, den ich nie mehr vergessen werde!:-)

Hier ein paar Fotos meines 24. Geburtstags:

Steffen wird 24!

Dienstag, 23. Oktober 2007

Da sitz ich nun mit meinem durchschnittlich großen Gehirn und sage SORRY!!

Versprechen sind ja bekanntlich dazu da gebrochen zu werden, deswegen rede ich mir das jetzt einfach mal ein - vielleicht hilfts ja! Ob ich bei euch, meine verehrten Leser, damit durch komme mag ich zu bezweifeln, nachdem ich ja großspurig versprochen hatte mich am Wochenende vor 3 Wochen zu melden - und kläglich versagt hab!!! Deswegen: ENTSCHULDIGUNG!!!
So, nachdem ich das nun vom Herzen gelassen hab, kommt nun die Erklärung warum mein Gehirn nur durchschnittlich groß ist - na ja jedenfalls weiß ich nicht genau ob's nun groß, mittel oder klein ist, aber im Moment hab ich das Gefühl, dass es eher klein ist, höchstens durchschnittlich eben! Ich war ja schon immer seit ich hier eingezogen bin in meine WG etwas intimidated, also eingeschüchtert, da Darby - meine Mitbewohnerin in Harvard studiert und zudem im anderen Apartment nochmal drei Harvard-Studenten wohnen. Alle 4 studieren bzw. haben irgendwas Abgefahrenes studiert, worauf ich mir bis jetzt noch keinen Reim draus machen konnte, aber nun gut. Heute hab ich dann erfahren, dass Shaughn - mein anderer Mitbewohnern - mit 22 bereits seinen Master in Psychologie in der Tasche hatte - die meisten sind mit 22 noch nicht mal mit ihrem Bachelor fertig!
Na ja, wie auch immer, ich hab mir grad gesagt, dass der Durchschnitt am längsten überleben kann (siehe der Mensch in der Evolution mit Durchschnitts-Kraft, -Sehvermögen, etc.).

ABER: Das hat alles keine Bedeutung mehr, da ich stolz verkünden kann, dass ich ONKEL geworden bin!!! Yeay! Thanx to my sis sitze ich jetzt ganz hibbelig hier und kann's kaum abwarten an Weihnachten den kleinen süßen Jakob zum ersten Mal in den Armen halten zu dürfen!!! :-)

Über mich und mein Leben hier gibts im Moment eigentlich eher wenig zu berichten, was nichts Schlechtes sein muss; ich hab hier die Zeit meines Lebens, genieße mein Leben in vollen Zügen, bin zufrieden und glücklich und hab mit meinen Freunden hier sowas wie meine (Ersatz-)Familie gefunden, die mir in guten wie schlechten Zeiten zur Seite steht!

Ansonsten bleibt noch zu sagen, dass ich nicht weiß, wann ich bald wieder Fotos online stellen kann, da ich bei meinem kleinen Ausflug nach Providence den Bildschirm meiner Kamera zerstört hab und nun eine blinde Kamera habe...!

Ich hoffe Deutschland steht noch und dass das Wetter euch nicht zu schaffen macht!

Nighty night! :-p

Montag, 24. September 2007

BILDER von JFK Museum, Karaoke, Wochenende im Beachhouse

Hey you guys!
Sorry, aber leider muss ich mal wieder Bilder sprechen lassen...tut mir echt leid! Aber diese Woche werd ich mal wieder auf Fotos Worte folgen lassen...versprochen! ;-)

Also, dann kommt mal mit: The Hub of My Universe I

Steffen :-p

Mittwoch, 12. September 2007

Kurztour durch meine Wohnung in Somerville, MA

Nachdem ich's doch recht lang aufgeschoben hab, hier also eine kleine Fototour durch meine Wohnung:

Fototour

Die Reihenfolge: Mein Zimmer, der Gang, das Wohnzimmer, die Küche, das Bad, der Balkon, die Aussicht vom Balkon aus!

Getreu dem Motto: Bilder sagen mehr als tausend Worte - ich muss zu meiner Wäsche in den Keller (der ist im übrigen jetzt nicht bildmäßig erwähnenswert!).

Cya
Steffen ;-)

Mittwoch, 5. September 2007

Der Junge Mann und die See...

Nachdem selbst wir, die Austauschstudenten aus Hessen und BaWü mit kostenlosem Studium an der UMass Boston, jetzt doch schon recht ordentlich finanziell zur Ader gelassen wurden in Form von Pflichtgebühren und dem Erwerb von gefühlten 2 Millionen Büchern für 4 Kurse, entschloss ich mich und die anderen sich auch, den kostenlosen Angeboten an der Uni einen Besuch abzustatten (der Grund für das Kaufen der 2 Milliarden Bücher liegt darin, dass man hier nicht so einfach in den Uni-Copyshop rennen kann und für n Appel und n Ei sich die relevanten Seiten aus den Büchern kopieren kann aufgrund von Copyright-Schutz und -Schutzgebühren, was mal wieder zeigt, dass wir uns in einem Land befinden in dem der nationale Sport das Verklagen von anderen Leuten ist... meine Lieblingsfälle sind ja immer noch: 1. Frau trocknet eigene Katze in Mikrowelle, Katze ist dann mausetot, Frau verklagt Mikrowellen-Firma weil nix davon in der Bedienungsanleitung stand; 2. McDonald's wird von dickem Menschen verklagt, weil sich dieser dicker Mensch seit Jahren 3x täglich Maximenüs reingeschaufelt hat und nun an fast jeder einzelnen Krankheit leidet, die in der medizinischen Enzyklopädie zu finden ist und das natürlich ganz allein die Schuld dieses kapitalistischen Ronald McDonald ist! Das generelle Problem hier ist im amerikanischen Alltag gut beobachtbar: Das ganze Streben der Konsumindustrie ist es die Dinge für die Konsumenten noch einfacher zu machen, damit man überhaupt nicht mehr denken bzw sich keinen Meter - Entschuldigung Yard oder Fuß - mehr bewegen muss. Es wird nicht mehr erwartet, dass man hier 1 und 1 zusammen zählen kann, aber sich jeder milliardenschwere Konzern vor jenen diesen fürchtet, da diese die Schuld ihrer fehlenden Auffassungsgabe für alltägliche Dinge nicht bei sich selbst sehen, sondern bei den Konsumanbietern. Das lustigste Beispiel für die physische Bequemlichkeit find ich ja immer noch die Elektroroller, die in Supermärkten wie Target oder Walmart für die etwas Beleibteren bereit stehen, damit man ja nicht die 50 Schritte in die Chips- und Pommesabteilung LAUFEN muss! Ein amüsantes und schon fast trauriges Beispiel für die geistige Bequemlichkeit sind die Mitnehm-Kaffeebecher, auf denen steht "Extremely hot", weil es ein paar Leute dann doch geben könnte, die nicht in der Lage sind die geistige Höchstleistung zu vollbringen, bei bestelltem hot coffee ein heißes Getränk zu erwarten - aber mit Sicherheit am selben Tag noch mit verbranntem Mund bei ihrem Anwalt aufkreuzen um Starbucks oder Au Bon Pain ein paar Millionen aus dem Kreuz zu leiern...).
Aber um auf mein eigentliches Erlebnis zurück zu kommen... ich hab heut meine erste kostenlose Segelstunde bekommen. Dabei sitzen 2 Schüler (ich mit Laura in meinem Fall) zusammen mit einem Lehrer in einem Segelboot. Der Segelunterrichtsboss fands toll, dass wir alle Fünf oder Sechs Segelunterricht nehmen wollten und hat uns gleich die Antragsformulare ausfüllen lassen mit der Bemerkung wir sollten doch vor allen Dingen die Spalte ausfüllen, welche Person er im Falle eines Unfalls/Notfalls kontaktieren solle. Überfordert mit derart schwierigen essentiellen Fragen des Lebens hatten wir uns dann darauf geeinigt uns gegenseitig drauf zu schreiben, was nochmal zu unserem sprichwörtlichen Untergang führen könnte, sollten wir jemals zusammen mit unserem Notfallkontakt in einem kenternden Boot sitzen.
Aber na ja, die Chancen, dass irgend etwas passiert, sind eher sehr gering. Aber natürlich mussten wir unterschreiben, dass wir bei einem gerissenen Fingernagel die Segelleute nicht automatisch auf 2 Millionen Dollar verklagen können (siehe dazu weiter oben). Laura und ich hatten also unsere Segelstunde. Unser Collegestudent machte einen sehr kompetenten Eindruck während des Segelns und erklärte uns die einzelnen Bauteile eines Segelbootes und wie man es lenkt. Im übrigen war seine erste Frage ob wir auch schwimmen könnten, was wir bejahten und die erste Bemerkung war, dass wir an den richtigen geraten seien, er sei im Team, dass Segelbootrennen mitmacht, was wir mit einem "Oh" kommentierten. Aber es war sehr schön und ich bin schon gespannt auf unsere 2. Unterrichtsstunde.

Seemann ahoi und Hals- und Mastbruch da draußen! ;-)

Dienstag, 4. September 2007

Ach ja...

...meine Adresse!

Steffen Wittke
11 Laurel St Apt. #3
Somerville, MA 02143-2809

mobile #: 857-654-7290

Happy old-fashioned-mailing everyone!

Dach überm Kopf


Endlich! Endlich hab ich meinen Hintern hoch bekommen, um von meinen letzten 2 (?) Wochen zu berichten.
Im Grunde genommen wars ja ungefähr jeden Tag das Gleiche, als ich noch auf Apartment-Suche war: Der Abend davor hatte ich Anzeigen heraus gesucht und Termine gemacht. Am Morgen darauf gings dann frohen Mutes Richtung meiner potentiellen neuen Bleibe. Dann bumm! 4 Mal Ernüchterung und abends dann ein Gedanke: Das mit Wohnen und Dach über dem Kopf in Boston und so wird nie was werden. Im Nachhinein wars eigentlich schade, dass ich von manchen Wohnungen keine Fotos gemacht hab. Die Diskrepanz zwischen Höhe der Miete und Abgewracktheit der Bretterbude war fast schon bemerkenswert unverschämt. Der eindeutige Vorteil meiner bzw. unserer (Iria und ich) einwöchigen Suche war auf jeden Fall der, dass wir einen Großteil der Greater Boston area gesehen haben. Dazu muss man anmerken, dass Boston ansich jetzt nicht sooo groß ist. Ich würd mal sagen in Deutschland denkt man, dass z.B. Cambridge oder Brookline Stadtteile von Boston sind; in Wirklichkeit sind diese aber eigenständige Städte, die nun mal mehr oder weniger im Schatten des berühmten Bostons stehen. Das alles ist jetzt auch gar nicht so schlimm oder gar schlecht, bis auf einen Punkt, der jeden Studenten auf Apartment-Suche in den Wahnsinn treibt: Alle Städte haben dieselben Straßennamen!! Das heißt also z.B. dass eines schönen Abends Iria und Steffen in einer Straße stehen, um sich ein Haus anzugucken und sich schon freuen, weil die Häuser doch sehr schön aussehen und ein Krankenhaus gleich um die Ecke ist, jedoch etwas verwirrt sind, weil es nicht die Hausnummer gibt, die ja eigentlich da sein sollte. Na ja, da wir zu dieser Zeit noch keine Handys hatten, musste wir uns mal wieder auf die Suche nach einem pay phone machen, um dann gesagt zu bekommen, dass wir uns in der falschen Stadt befänden. Da wars natürlich hin mit der berühmten deutschen Pünktlichkeit.
Aber na ja, lange Rede kurzer Sinn: Iria ist unter in Somerville in einer 3er-WG, ich bin unter in einer tollen 4er-WG in Somerville! Mein Zimmer ist nicht das größte, jedoch gibt es ein schönes Wohnzimmer, sauberes Bad und saubere Küche, ein großer Balkon und coole Mitbewohner. 2 davon stehen bereits im soliden Arbeitsleben und eine kommt in den Genuss sehr zentral in Cambridge zu studieren...an Harvard also (wobei wahrscheinlich der Nähe-Faktor eher ein geringerer ist...ich glaub wenn ich an der Uni studieren dürfte, wäre ich nicht nur SEHR arm, sondern würde auch mit dem Schlauchboot zwischen Deutschland und USA pendeln wenn nötig!).
Ich bin mittlerweile auch schon mehr oder weniger fast komplett eingerichtet...es fehlt noch mein Schreibtisch. Aber na ja mal sehen vielleicht geb ich ja hier meine Jungfräulichkeit bezüglich IKEA-Besuche auf und finde dort etwas passendes. Obwohl ich dann doch sehr den verstört-entgeisterten Blick all jener Frauen vermissen würde, denen ich dieses Geständnis mitteile.
Ok, so dann mal noch ein bisschen was über die Uni. Die UMass Boston ist auf einer Halbinsel in einer Bucht direkt am Atlantik gelegen, was das Ganze schön macht und dazu selten in der Boston-Gegend, da alle anderen Unis nicht am Meer gelegen sind (leider kann ich das nicht 100%ig bestätigen, da ich, jedes Mal wenn ich auf die Karte schaue, neue Unis sehe...die öffentliche Meinung dazu reicht von 30 Unis bis über 100, wobei ich mich dann in der sprichwörtlich goldenen Mitte einordnen würde).
Heute hatten wir unseren ersten Tag im Semester; heute erst, da gestern Labor Day war... und man logischerweise am Tag der Arbeit nichts arbeitet...
Ich habe vier Kurse: Six American Writers (Englisch), Oral communications und News Media and Political Power (Kommunikationswissenschaft), sowie introduction to sociology (Soziologie). Das tolle an amerikanischen Unis ist, dass man einen Haufen Geld bezahlt und dafür auch noch arbeitsmäßig den Allerwertesten aufgerissen bekommt. Es sollte interessant werden... A propos Studiengebühren. Ich werd demnächst mal noch mehr Bilder von der Uni machen...da sieht man, was man für sein Geld außer viel Arbeit noch bekommt: Ein Campus-Center, das eher aussieht wie ein Hotel und sehr kleine Gruppen in den einzelnen Kurs plus Öffnungszeiten fast so gut wie der Penny-Markt in Weisenheim!

So, da ich morgen kurz vor 7 Uhr aufstehen muss (uff!), werd ich doch mal langsam ins Bett gehen. Ich werd hiermit hoch und heilig versprechen, dass es nicht wieder so lange dauern wird bis ich was Neues von mir hören lass...! In diesem Sinne...nighty night! :-)